| •• | Fragen zur Genetik sind und bleiben spannend. Die Evolutionstheorie suggeriert eine Aufwärtsentwicklung der Lebewesen, eine Entwicklung von einfachen Organismen zu komplexen. Der Organismus wird in allen Details allein von den Genen determiniert – so der aktuelle Stand der etablierten Wissenschaft. Man möchte also mehr Gene erwarten, wo der Entwicklungsstand hoch ist. Der Mensch hat etwa 20.000 Gene, und der Mensch ist das Höchste und Schlaueste, was es an Lebewesen zu bestaunen gibt. Das alles also mit 20.000 Genen. Der Regenwurm hat allerdings auch 20.000 Gene, vielleicht sogar einige mehr. Pflanzen haben in der Regel mehr Gene als der Mensch, durchaus bis zu einer Größenordnung von 100.000. Der harmlose Weizen weist beispielsweise 100.000 bis 125.000 Gene auf. |
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| •• | Nun zu den Insekten: Die Fruchtfliege Drosophila hat ebenfalls, so ähnlich wie der Mensch, ungefähr 20.000 Gene (alte Quellen nennen noch 14.000.) Von den circa zehntausend Ameisenarten, die es weltweit gibt, wurden bislang nur wenige eingehend studiert. Die Zahl der Gene in den untersuchten Arten liegt bei 16.000 oder 17.000 oder auch 18.500 Genen. Wenn man diesen Zahlen trauen will, kann man von einer Größenordnung ausgehen nicht wesentlich geringer als beim Menschen. |
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| •• | In Brasilien hat man aufwendig einen unterirdischen Ameisenstaat analysiert (Forti et al. 2022Luiz Carlos Forti , Ana Paula Protti de Andrade, Roberto da Silva Camargo, Nadia Caldato, Aldenise Alves Moreira (2017). Discovering the Giant Nest Architecture of Grass-Cutting Ants, Atta capiguara (Hymenoptera, Formicidae). Insects 8, 39. doi:10.3390/insects8020039; www.mdpi.com/journal/insects). Auffällig waren die großen Erdhügel, die die Ameisen an den Eingängen zu ihrem Bau aufgehäuft hatten. Man hat dann in die Eingänge zum Ameisenbau mehrere Tonnen (!) flüssigen Beton eingefüllt, hat ihn 7 Tage trockenen lassen und hat dann das Erdreich um den festen Beton herum ausgehoben. Der Beton blieb als Gerüst stehen und offenbarte ein komplexes Bauwerk mit einer Flächenausdehnung von über 200 Quadratmetern, ein Röhrenwerk mit systematisch positionierten seitlichen Kammern, mehrere Meter tief in der Erde, siehe das Bild rechts. Der schwarze Balken im unteren Bildbereich symbolisiert eine Länge von 0,5 m. Siehe auch das YouTube-Video zum Bild.Im Gehirn der Ameisen gibt es keinen Bauplan. Eine Ameise – genauer: die Arbeiterin – mag vielleicht 5 mg wiegen und besitzt nur etwa 250.000 Gehirnzellen. (Die Mensch hat nach aktueller Ansicht 80 bis 90 Milliarden Gehirnzellen.) Die Ameise ist sich nicht bewusst, was sie tut, sie kennt nicht die Ausmaße des Projekts, zu dem sie beiträgt. Man attestiert nicht der Ameise eine hohe Intelligenz, sondern dem Ameisenkollektiv eine „Schwarmintelligenz“. Verschiedene Ameisenarten bauen ihre je eigenen, typischen, unterirdischen Nester. Das bedeutet, dass die konkrete Architektur der Bauten irgendwie genetisch verankert ist. Möglich wäre beispielsweise, dass Ameisen lokal auf bestimmte Triggerstoffe reagieren, um einem Pfad zu folgen oder dass sie vielleicht dort gern Erdreich abtragen, wo es ausreichend Belüftung gibt. Die Bereitschaft der Ameisen, auf bestimmte Duftstoffe in dieser oder jener Weise zu reagieren, ließe sich grundsätzlich also wohl durch Gene erklären, aber die Koordination aller erforderlichen Trigger, aller Nuancen, aller komplexen Abhängigkeiten, die schließlich eine bestimmte Architektur ergeben, ist überwältigend anspruchsvoll. Die primitiven Zufälligkeiten von Mutationen und nachfolgender Selektion können niemals – auch nicht in der Theorie – die Raffinesse des Phänomens Schwarmintelligenz erklären. Das Ameisenbeispiel erinnert an das Stichwort irreducible complexity von BeheMichael J. Behe (2007). Darwins Black Box: Biochemische Einwände gegen die Evolutionstheorie. Gräfelfing: Resch-Verlag. [Deutsche Ausgabe, Originaltitel 1996 in den USA veröffentlicht.], das sich auf Systeme bezieht, die nicht schrittweise entstanden sein können. |
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| •• | Die Gehirnzellen des Menschen können nicht erklären, dass der Mensch einen Geist hat, einen Charakter, eine Seele. Aus der Funktion der Gehirnzellen ergibt sich nicht Bewusstsein. Es ist darum ziemlich offenkundig, dass die Seele des Menschen, die von Gott ist, im Körper nur zu Gast weilt. In der Bibel gibt es Hinweise (Ps. 104:28-30[28] Wenn du ihnen gibst, so sammeln sie; wenn du deine Hand auftust, so werden sie mit Gut gesättigt. [29] Verbirgst du dein Angesicht, so erschrecken sie; du nimmst weg ihren Odem, so vergehen sie und werden wieder zu Staub. [30] Du lässest aus deinen Odem, so werden sie geschaffen, und du erneuest die Gestalt der Erde.), dass Gott den Tieren ebenfalls von seinem Geist gegeben hat. So wäre dann möglich zu erklären, dass Ameisen als Kollektiv Dinge vollbringen, von denen kein einziges Individuum Kenntnis hat. |
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